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Der Ursprung des Taekwondo

Die Wurzeln des Taekwondo lassen sich bis weit in die Vergangenheit zurück verfolgen. Wandbilder aus dem 37 v. Chr. gegründeten Koguryo Königreich im Norden Koreas zeigen bereits Figuren in Ständen und Bewegungen, die noch heute im Taekwondo üblich sind. Gewöhnlich interpretiert man den Begriff Taekwondo, der sich aus den drei Silben "Tae" (Fuß), "Kwon" (Faust) und "Do" (Weg/Einstellung) zusammen setzt, als die körperliche und geistige Entwicklung der Fähigkeiten des Ausübenden. Wesentliche Einflüsse für die Entwicklung des Taekwondo bis hin zu dem, wie wir es heute kennen stammen aus den Zeiten der alten Wandbilder. Damals war das Gebiet des heutigen Korea in drei Königreiche aufgeteilt. Koguryo (37 v. Chr. gegründet) im Norden, Shilla (57 v. Chr. gegründet) im Südosten und Baek Je im Südwesten. Alle drei Königreiche, von dem Koguryo das flächenmäßig größte war, standen in Rivalität um die Vormachtstellung. Daher wurden Elitegruppen gegründet, welche die militärische Stärke des jeweiligen Königreiches erhalten sollten. Im Koguryo Königreich war es die "Sonbae" und in "Shilla" die "Hwarang" Gruppe (im 6. Jhh. n. Chr. von König Chin Hung gegründet). Die "Sonbae" Einheit wurde in der Kriegskunst "Taekyon" unterrichtet, in der vor allem Fußtechniken eine große Rolle spielten, während die "Hwarang" Kämpfer im "Subak" gelehrt wurden, sich überwiegend mit Handtechniken zur Wehr zu setzen.
Diese Einheiten wurden allerdings nicht nur in kriegerischen Angelegenheiten unterrichtet. Sondern da man besonders in Shilla erkannte, dass eine geistige Überlegenheit die Grundlage der Widerstandsfähigkeit in den Hegemonialkämpfen sein würde, wurden die Kämpfer auch in Geschichte und Wissenschaften unterrichtet, wobei die Gelehrten dabei taoistische und buddhistische Einflüsse verbreiteten und im Ideengut des Zen unterrichteten. Die Aufgaben dieser Einheiten waren zahlreich. Neben der Verteidigung des Königreiches in Kriegszeiten waren sie auch für den Bau und Ausbau von Straßen und Festungen zuständig.

Entwicklung der Kriegskünste zu Kampfkünsten

Es folgte nun eine friedliche Vereinigung der drei Königreiche unter der Führung Shillas. In der folgenden Shilla Dynastie wurden Subak und Taekyon zur nationalen Kriegskunst erklärt und jährlich wurden Wettkämpfe ausgetragen, in denen der beste Kämpfer ermittelt wurde, dem dann bedeutende Positionen in der Regierung in Aussicht standen. Diese Wettkämpfe fanden auch in der Koryo Dynastie (918-1392 n. Chr.) statt, jedoch verloren die Kampfkünste in den Ausläufern dieser Dynastie, besonders durch die Revolutionierung der Waffentechnologie mit der Erfindung des Schwarzpulvers, schon an Bedeutung.
In der Yi Dynastie fand eine Abwertung sämtlicher kriegerischer Angelegenehiten statt, wovon natürlich auch die Kampfkünste betroffen waren. Dazu kam, dass es kaum noch äußerliche Bedrohungen gab, wie dies noch zur Zeit der Aufteilung in drei Königreiche der Fall war. Somit verloren die Kampfkünste im 14. Jhh. n. Chr. in der Lee Dynastie endgültig ihre existenzielle Grundlage, weshalb sie nur noch von kleinen Gruppen weiter praktiziert und am Leben erhalten wurden.
 

Wiederaufblühen der Kampfkünste

Die Situation schlug erst wieder durch neuerliches Aufkommen einer äußeren Gefahr um, nämlich der japanischen Besetzung Koreas von 1910-1945. In dieser Zeit wurde das öffentliche Ausüben des Taekyon verboten. So gewann es an neuer Bedeutung und wurde im Untergrund weitergegeben. Dadurch identifizierten sich die Menschen sehr stark wieder mit dieser Kampfkunst, weshalb sie zu einem wichtigen Bestandteil der koreanischen Identität wurde.

Nach der Teilung Koreas in Nord- und Südkorea entwickelten sich auch (min.) zwei unterschiedliche Taekwondo-Stile:

Der ITF (International Taekwondo Federation) Stil unter General Choi Hong Hi in Nordkorea, und der WTF (World Taekwondo Federation) Stil unter Un Yong Kim in Südkorea.
 

Entwicklung des modernen Taekwondo

- 1955 wird von einem Ausschuss von Lehrern, Historikern und bekannten Persönlichkeiten der Name "Taekwondo" für den Sport festgelegt
- 1965: erste TKD Demonstration koreanischer Großmeister in Deutschland
- 1968: erste Deutsche Meisterschaft
- 1971 wird TKD in Korea als Nationalsport anerkannt
- 1973: offizielle Gründung der WTF; erste Weltmeisterschaft (mit deutscher Mannschaft)
- 1981: Anerkennung von TKD als olympische Disziplin
< - 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona als Demosportart
- 1994 bei der IOC Sitzung in Paris als vollwertige olympische Disziplin aufgenommen
- 2000 erstmalige Austragung der TKD Wettkämpfe auf olympischen Spiele (Silbermedaille für Deutschland durch Faissal Ebnoutalib)
- 2006 erste Weltmeisterschaft Poomsae

- TKD gibt es mittlerweile in über 60 Ländern

Quellen: ; wttaekwondo.def.org

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